Was ist Infusions-Neuraltherapie?

PROCAIN RESET (Hahn-Godeffroy 2010)



Neuerdings weiß man: keine chronische Erkrankung ohne
Entzündung. Hier greift der eine Arm von Procain (anti-entzündlich).
Der andere Arm umfasst die stimmungsaufhellende Wirkung.


Procain-HCl wird in die Armvene infundiert. Hierbei kommt der
anti-entzündliche, durchblutungsfördernde, energiespendende
und re-vitalisierende Effekt von Procain besonders zum Tragen.
Auch kommt es durch eine hohe Anflutung von Procain am
limbischen System des Gehirns zu einer impulsmodulierenden
Wirkung, vermutlich durch eine Re-harmonisierung des
Zusammenspiels der Botenstoffe dieser Kerngebiete.


Diese Hypothese wäre auch geeignet zu erklären, warum die
parenterale Langzeit-Applikation von Procain geeignet ist, so
unterschiedliche Krankheitsbilder wie Diabetes mellitus,
Hypertonus, Depressionen, Burn-out oder posttraumatische
Belastungsstörungen zu beeinflussen. Vermutlich ist Procain in
der Lage, an den Kerngebieten des limbischen Systems eine
länger anhaltende positive Modifikation von synaptischer
Plastizität in den Nähebereichen der sogenannten Stressachse
zu bewirken.


Unter "Synapsen" versteht man Kontaktstellen zwischen
Nervenzellen, hier des limbischen Systems, die in ihrer
Überträger-Funktion gestört sein können, sei es morphologisch,
sei es durch Störungen der Botenstoffe. Diese Synapsen, das
weiß man seit D.O. Hebb 1949, lassen sich hinsichtlich ihrer
Überträger-Eigenschaften mit langanhaltender Wirksamkeit
"verbessern". Man spricht von "synaptischer Plastizität".

Manche Autoren benutzen auch den eher überholten Begriff "Pro-
cain-Basen-Infusion
" (PBI), weil die Zumischung von Natriumbicar-
bonat (Base) die Procain-Wirksamkeit möglicherweise verstärkt. Entscheidend aber ist der aus Folsäure (Vitamin B 9) gewon-
nene Wirkstoff Procain.


Unabhängig von allen komplizierten hirnbiologischen Deu-
tungsversuchen lässt sich aus der Praxis sagen:
Infusionsneuraltherapie mit Procain kann sehr erfolgreich sein
bei allen Erkrankungen, bei deren Entstehung das vegetative
Nervensystem, vor allem der Sympathikus, eine Rolle spielt.


Das sind insbesondere die modernen Zivilisationskrank-
heiten, wie z.B. chronisch-rheumatische Erkrankungen,
Allergien, Diabetes mellitus,
Bluthochdruck, Depressionen,
Burn-out oder posttraumatische Belastungsstörungen.


Procain-Infusionen (PROCAIN-RESET nach Hahn-Godeffroy)
kommen vor allem zur Anwendung bei chronisch-entzündlichen
Erkrankungen, bei Durchblutungsstörungen und bei Erschöp-
fungszuständen und auch als Begleittherapie bei Krebserkran-
kungen.

Die Zahl notwendiger Infusionen schwankt zwischen 5 und
15, je nach Schwere des Falles. Es kommen jedoch auch Fälle
vor, wo die Behandlung sich über 3 Monate oder mehr er-
strecken muss.

Es folgt die neueste Veröffentlichung zum Thema PROCAIN RESET (Hahn-Godeffroy 2010):

 
Wenn emotionaler Stress krank macht. Procain-Reset: Ein Therapiekonzept zur Behandlung chronischer Erkrankungen.

Von Dr. med. J.D. Hahn-Godeffroy | 21.August 2013